"R"

Radio-Isotop Restenose
Rashkind-Manöver Restgradient
Rastelli-Operation restriktive Kardiomyopathie
Reanimation Retardierung
Rechtsherzkatheter rezidiv
Rechts-Links-Shunt Rheumatisches Fieber
Re-Entry Tachykardie = (Wiedereintrittstachykardie) Rhythmusstörungen
Reflux Risikofaktoren
Rückfluss Riva-Rocci
Reizleitungssystem Röntgenuntersuchung
Reizschwelle Röteln-Embryopathie / Fetopathie
Rejektion Ross-Operation
Renale Denervation Rotablator
Reoperation rudimentär
Resektion RVOT
Residuen RVOTO
Resistenz RVOT-Patch
Respirator


Radio-Isotop
Substanzen mit geringer radioaktiver Strahlung können verwendet werden um Stoffwechselprozesse im lebenden Organismus sichtbar zu machen und zu untersuchen. Siehe Szintigraphie.

Rashkind-Manöver
Um bei hochzyanotischen Zuständen bei angeborenen Herzfehlern eine bessere Durchmischung von sauerstoffarmen und sauerstoffreichem Blut zu ermöglichen, wird mittels einem Ballonkatheter eine künstliche Öffnung zwischen den Vorhöfen geschaffen oder eine bestehende erweitert. Siehe auch Ballonatrioseptostomie.

Rastelli-Operation
Komplexe Operation bei angeborenen Herzfehlern. Dabei wird der Kammerscheidenwanddefekt mittels Patch verschlossen und eine Verbindung zwischen dem rechtsventrikulären Ausflusstrakt (RVOT) und der Pulmonalarterie mittels Prothese oder Allograft hergestellt.

Reanimation
Wiederbelebung durch Herzdruckmassage und Beatmung.

Rechtsherzkatheter
Der Rechtsherzkatheter wird über eine Arm- oder Beinvene in die rechte Herzhälfte eingeführt. Damit kann man den Druck, die Sauerstoffsättigung in der rechten Herzkammer sowie in den Lungenschlagadern messen. Des Weiteren lässt sich durch eingespritztes Röntgenkontrastmittel der Blutfluss und dadurch die Form der Herzhöhölen und der Gefässe darstellen.

Rechts-Links-Shunt
Als Rechts-Links-Shunt bezeichnet man eine Störung des Blutkreislaufs, bei der sauerstoffarmes Blut aus dem venösen teil des Blutkreislaufs (rechte Herzhälfte) direkt und somit unter Umgehung des Lungenkreislaufs - in den arteriellen Teil des Blutkreislaufs (linke Herzhälfte) gelangt. Ein Rechts-Links-Shunt kann typischer Weise bei Herzfehlern auftreten: z.B. durch Verengung der Lungenschlagader drückt die rechte Herzkammer einen Teil des sauerstoffarmen Blutes über den Kammerscheidewanddefekt in die linke Herzkammer und damit in den Körperkreislauf. Hierbei muss der Druck in der rechten Herzkammer grösser als in der linken sein. Zur Misch-Zyanose kommt es durch die Vermischung von sauerstoffreichem und sauerstoffarmen Blut.

Re-Entry Tachykardie = (Wiedereintrittstachykardie)
Die Reentry-Tachykardien sind gekennzeichnet durch plötzliches Auftreten und ein ebenso plötzliches Verschwinden eines mit 140-220 Schlägen pro Minute sehr raschen, aber regelmässigen Pulses. Diese entsteht durch eine zusätzliche Leitungsbahn (oder Bahnen), die während der Entwicklung des Herzens fälschlicherweise angelegt wurde(n). Der Erregungsimpuls "kreist" zwischen Vorhöfen und Kammern hin-und her und verursach dadurch eine Reihe von besonders schnellen Herzschlägen.

Reflux
Rückfluss.

Rückfluss.
Wieder-Eingliederung von sozial-, seelisch oder körperlich behinderten Menschen ins Berufs- oder Privatleben. Siehe auch Anschlußheilbehandlung.

Reizleitungssystem
Im Herzmuskel sind besondere, elektrisch aktive Zellen für die Bildung und Weiterleitung von elektrischen Impulsen vorhanden. Eine Ansammlung von solchen Zellen im rechten Vorhof bildet den Sinusknoten, den "Schrittmacher" des Herzens. Von hier aus werden regelmässig elektrische Impulse "abgefeuert" und über besondere Leitungsbahnen (Reizleitungssystem) zu den Muskelzellen transportiert. Die Muskelzellen "antworten" auf diese elektrische Impulse mit einer Kontraktion, d.h. sie ziehen sich zusammen. Durch die koordiniert ablaufende Kontraktion aller Herzmuskelzellen entsteht diePumpbewegung des Herzens (Systole). Über ein EKG lässt sich die Enstehung und der Verlauf der elektrischen Impulse darstellen.

Reizschwelle
Geringste Stärke (Schwelle) eines elektrischen Impulses, der weitergeleitet wird und z.B. in den Herzmuskelzellen eine Kontraktion auslöst.

Rejektion
Abstoßung.

Renale Denervation
Die renale Denervation ist eine neue therapeutische Option die Aktivierung des sympathischen Nervensystems in der Niere zu reduzieren. Bisherige Untersuchungen haben gezeigt, dass dadurch effektiv und sicher die Blutdruckwerte sinken.

Reoperation
Erneuter Eingriff nach der ersten erfolgten Operation.

Resektion
operative Entfernung oder operative Verkleinerung.

Residuen
Bleibende Restzustände.

Resistenz
Widerstandsfähigkeit (Widerstand der Bakterien gegen Antibiotika)

Respirator
Maschine zur künstlichen Beatmung eines Patienten, der selbst nicht atmen kann oder für Patienten, die während einer OP beatmet werden.

Restenose
Nach einer erfolgten Erweiterung verengt sich die Klappe oder ein Gefäß erneut.

Restgradient
Maßeinheit für die restliche Verengung einer Herzklappe nach erfolgter Klappenoperation, ausgedrückt in mmHg.

restriktive Kardiomyopathie
Herzmuskelkrankheit mit ausgeprägter Wandversteifung des linken Ventrikels und Verdickung der Innenhaut (Endokardfibrose).

Retardierung
Entwicklungsverzögerung.

rezidiv
Eine Erkrankung tritt wieder auf.

Rheumatisches Fieber
Das rheumatische Fieber ist eine Folgeerkrankung, die etwa 2-3 Wochen nach ausgestandener Mandelentzündung beginnt. Typische Sympthome sind Fieber, schmerzhafte Schwellungen der Gelenke und Herzentzündung (Myokarditis, Endocarditis). Die Ursache ist eine bakterielle Infektion mit Streptokokken, gegen die der Körper Abwehrstoffe bildet. Diese Abwehrstoffe greifen aufgrund Gewebsähnlichkeit fälschlicher Weise auch körpereigenes Gewebe, insbesondere die Oberfläche von Gelenken oder die Herzinnenwand (Endocard) an.

Rhythmusstörungen
(Arrhythmie = lat.: nicht-regelmäßige Folge) Sammelbegriff für Störungen der regelmäßigen, rhythmischen Herzschlagfolge. Z.B. Aussetzer, Zusatzschläge, Pausen, schnelle Phasen von Pulsschlägen.

Risikofaktoren
Sammelbegriff für Faktoren, die eine Gesundheitsgefährdung darstellen können. Dazu zählen Alkohol- und Nikotinkonsum, Übergewicht, Bluthochdruck, Zucker- und Fettstoffwechselstörung, hoher Cholesterinspiegel, Stress, Bewegungsmangel usw.

Riva-Rocci
benannt nach dem italienischen Arzt Scipione Riva-Rocci hat sich dieser Name als Begriff für die Messung des Blutdruckes in Quecksilbermillimeter (mmHg) etabliert.

Röntgenuntersuchung
Mit Röntgenstrahlen wird der Körper durchleuchtet, es entsteht ein Schattenbild, das auf Filmmaterial gebracht wird (Röntgenbild) oder unmittelbar auf einen Bildschirm übertragen wird.

Röteln-Embryopathie / Fetopathie
Während den ersten 3 Monaten der Schangerschaft kann eine akute Infektion der Mutter mit Rötelnviren schwere Missbildungen mit Entwicklungsstörungen an Augen, Ohren und Herz beim Ungeborenem verursachen.

Ross-Operation
ein besonderes OP-Verfahren bei schwerwiegendem Aortenklappenfehler: dabei wird die eigene Pulmonalklappe anstelle der kranken Aortenklappe eingesetzt (= Autograft). Die Pulmonalklappeselbst wird durch eine biologische Klappe menschlichen Ursprungs (Homograft) ersetzt.

Rotablator
Besonderer Katheter, der einen diamantbesetzten Fräskopf hat und so bei der Aufweitung oder Wiedereröffnung von verengten / verschlossenen Herzkranzgefäßen eingesetzt werden kann.

rudimentär
unterentwickelt, verkümmert.

RVOT
Rechtsventrikulärer Ausflusstrakt, englisch: Right Ventricular Outflow Tract.

RVOTO
Engl.: Right ventricular outflow tract obstruction; Obstruktion (=Hindernis in der Blutstrombahn) des Ausflusstraktes der rechten Herzkammer.

RVOT-Patch
Durch einen Kunststoffflicken wird der rechtsventrikuläre Ausflusstrakt erweitert und eine Verbindung zwischen der rechten Herzkammer und der Lungenschlagader hergestellt.