"K"

Kalium Kleiner Kreislauf
Kalzium Koarktation
Kalziumantagonisten (CA-Antagonisten)    Koarktationssyndrom
Kammerflattern Kollateralen
Kammerflimmern Kombinationseingriffe
Kammerscheidewanddefekt (VSD) Kommissur
kanzerogen Kommissurotomie
Kapillaren Kompletter AV-Kanal (CAVSD)
Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) kongenital
Kardiologie konotrunkal
Kardiologe konotrunkale Defekte
Kardiomegalie Kontraktion
Kardiodepressive Wirkung Kontraktilität
Kardiogener Schock Kontrastmittel (KM)
Kardioplegie koronar
Kardiomyopathie Koronarangiographie
Kardioversion Koronarangioplastie (PTCA)
Karditis Koronararterien
Karzinom Koronare Herzkrankheit (KHK)
Katheter Koronarkreislauf
Katheter-Ablation Koronarspasmus
Kawasaki-Syndrom Koronarstenose
Kent-Bündel Koronarsyndrom, akutes (ACS)
Kernspintomographie Koronarthrombose
Kinking Kreislauftrennung
Klappendegeneration Kunstherz
Klappenfehler Kumarin
Klappeninsuffizienz Kurzschlussverbindungen
Klappenstenose


Kalium
Mineralstoff - besonders wichtig für Muskeltätigkeit und Blutgerinnung.

Kalzium
Lebenswichtiges Mineral, ein Mengenelement wovon der Körper "viel" braucht. Kalzium ist wichtig für: Muskelarbeit, Blutgerinnung, Erregungsleitung über Nerven und für Knochen und Zähne. Stärkere Veränderungen des Kalziumgehalts im Blut und im Körper können Störungen der Muskeltätigkeit, auch des Herzmuskels, verursachen.

Kalziumantagonisten (CA-Antagonisten)
Gruppe von Medikamenten, die zur Behandlung von koronaren Herzkrankheiten, des Bluthochdrucks und von Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden. Die Kalziumantagonisten hemmen den Einstrom von Kalzium in die Muskelzellen des Herzens und in die Muskelzellen der Gefässe. Dadurch nimmt die Schlagkraft und Schlagfrequenz des Herzens ab und die Blutgefäße "entspannen" sich., Folglich wird der hohe Blutdruck gesenkt und das Herz wird entlastet. man unterscheidet drei Untergruppen: 1. Verapamil-Typ - für die Behandlung von Vorhof-Rhythmusstörungen, der hypertrophen Cardiomyopathie, der koronaren Herzkrankheit und des Bluthochdrucks. 2. Nifedipin-Typ - zur Behandlung von Bluthochdruck, Veränderungen und Spasmusneigungen der kleinen Herzgefäße und der kleinen Fingergefäße (Raynaud-Syndrom). 3. Diltiazem-Typ - werden zur Therapie von koronarer Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und von Koronarspasmen eingesetzt.

Kammerflattern
schwerwiegende Form der Herzrhythmusstörungen, bei der die Herzkammern 200 - 300 mal in der Minute unkontrolliert schlagen.

Kammerflimmern
rasend schnell aufeinanderfolgende unregelmäßige Zuckungen der Herzkammern, dies führt dazu, dass das Herz keine effektiven Pumpbewegungen mehr ausführen kann und es zu einem Kreislaufstillstand kommen kann. Der Blutkreislauf bricht bei Kammerflimmern schnell zusammen, es kommt zum Bewusstseinsverlust und zum Tod.

Kammerscheidewanddefekt (VSD)
Ventrikelseptumdefekt, ein Loch in Kammerscheidewand des Herzens.

kanzerogen
krebserregend.

Kapillaren
auch Haargefäße genannt; kleinste Blutgefäßform im Körper. Die Kapillaren sind die feinsten Aufzweigungen, Endäste der Arterien, die sich als Venen sammeln und fortsetzen und das Blut zurück zum Herzen führen. Hier findet der Austausch der Nährstoffe und die Abgabe des Sauerstoffs aus den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) in das Gewebe statt.

Kardiologie
Lehre vom Herzen, seiner Funktion, seinen Krankheiten, den Untersuchungsmethoden und Behandlungsmöglichkeiten.

Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT)
CRT steht für kardiale Resynchronisationstherapie. Dabei handelt es sich um einen speziellen Herzschrittmacher, der bei Linksschenkelblock im EKG eingesetzt wird. Bei Patienten mit Linksschenkelblock schlagen die rechte und linke Herzkammer nicht gleichzeitig. Weil die elektrische Erregungsausbreitung im Herzen nicht gleichmäßig erfolgt (der linke Schenkel ist blockiert), arbeitet die linke Herzkammer mit einer gewissen Verzögerung. In dieser Situation kann durch einen speziellen Schrittmacher eine Synchronisierung der Herzkammern erzielt werden, was die Herzleistung erheblich verbessern kann.

Kardiologe
Herzspezialist.

Kardiomegalie
Übermäßige Herzvergrößerung.

Kardiodepressive Wirkung
hemmende Wirkung auf die Pumpkraft des Herzens, z. B. durch Medikamente.

Kardiogener Schock
Auf Grund der stark verminderten Pumpleistung des Herzens entstehender lebensbedrohlicher Zustand. Das Herz pumpt nicht genügend Blut in den Kreislauf. Folgende Ursachen können z.B. zum kardiogenen Schock führen: Herzinfarkt, akute Undichtigkeit der Aorten- oder Mitralklappe, Herzbeuteltamponade, Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder der Herzinnenhaut (Endokarditis), usw.

Kardioplegie
Künstlich eingeleiteter Herzstillstand bei Operationen am offenen Herzen. Die in die Herzkranzgefässe eingeleitete spezielle und kalte Flüssigkeit führt zum Herzstillstand.

Kardiomyopathie
Oberbegriff für verschiedene, häufig genetisch bedingte Erkrankungen des Herzmuskels, die nicht als Folge von anderen Erkrankungen (Herzklappenfehler, Entzündungen) zu sehen sind. Die Ursachen hierfür sind oft unbekannt. Das Herz kann deutlich vergrößert sein und seine Pumpkraft startk vermindert.

Kardioversion
Verfahren zur Wiederherstellung eines geregelten Herzrhythmus (Sinusrhythmus) bei Vorhofflimmern und Vorhofflattern. Kann entweder durch antiarrhythmisch wirkende Arzneimittel oder durch die elektrische Kardioversion erfolgen.

Karditis
Sammelbegriff für die entzündlichen Erkrankungen des Herzens.

Karzinom
Bösartiger Tumor, Krebs.

Katheter
Dünner Plastikschlauch. Wird mit unterschiedlichen Zwecken, in Hohlorgane oder Gefäße eingeführt. Beispiel: Herzkatheteruntersuchung.

Katheter-Ablation
Manche Herzrhythmusstörungen können durch bestimmte Herzkatheter mit gezielter Stromapplikation dauerhaft beseitigt werden.

Kawasaki-Syndrom
Akute, fieberhafte Erkrankung des ganzen Körpers. Charakteristisch hierfür ist die Entzündung der kleinen Arterien. Hauptproblem ist die Entstehung von Aneurysmen in den Herzkranzgefäßen und die Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) und des Herzbeutels (Perikarditis).

Kent-Bündel
Ist eine zusätzliche Leitungsbahn im Reizleitungssystem des Herzens zwischen den Vorhöfen und Kammern. Diese Bahn leitet die Erregung schneller auf die Kammern, als die "norrmale" Reizleitungsbahn und führt somit zum vorzeitigen und teilweisem Zusammenziehen der Kammermuskulatur. Siehe auch: Präexzitation, WPW-Syndrom.

Kernspintomographie
Magnetresonanztomographie, MRT. Diagnoseverfahren ohne Einsatz von Röntgenstrahlen. Mit Hilfe von Magnetfeldern werden Bilddarstellungen von Organen und Körperstrukturen angefertigt.

Kinking
Mit "kinking" (englischen) wird in der Medizin eine Knickbildung in den Gefässen bezeichnet. Mit fortschreitendem Alter verlängern sich die Gefässe und ein Abknicken ist die folge. Führt dies zum verengtem Blutgefäss ist eine operative Korrektur angezeigt.

Klappendegeneration
Die Degeneration ist ein Sammelbegriff und bezeichnet einen zeitlichen Vorgang bei der es zu einer Veränderung des Gewebes, hier zu einer krankhaften Veränderung der Herzklappe führt. Der Zeitraum ist sehr unterschiedlich, können Tage, Wochen oder Jahre sein.

Klappenfehler
Krankhafte Veränderung der Herzklappe(n).

Klappeninsuffizienz
Schließunfähigkeit der Herzklappe. Durch eine Entzündung oder Verkalkung können die Segel der Herzklappen schrumpfen oder durch die Grössenzunahme des Herzens wird der Klappenring erweitert. Im geschlossenen Zustand bleibet kleine Spalten zwischen den Segeln, durch die das Blut in die Kammer zurückfließt.

Klappenstenose
Krankhafte Verengung der Herzklappen verursacht durch Entzündungen oder Kalkeinlagerungen. Der Blutfluss wird gehindert, das Blut kann nur noch mit erhöhtem Druck durch die verengte Klappe gepresst werden.

Kleiner Kreislauf
Teil des Herz-Kreislauf-Systems, der das Blut aus dem rechten Herzen in die Lungen und von dort in den linken Vorhof leitet. Dient dem Gasaustausch des Blutes durch die Lungen, so z.B. Sauerstoffanreicherung des Blutes und Abgabe von CO2 an die Atemluft.

Koarktation
Koarktation (auch Coarctation) der Aorta, Aortenisthmusstenose.

Koarktationssyndrom
Aortenbogensyndrom; Erkrankung deren Ursache die zunehmende Verengung von Gefäßen, die vom Aortenbogen abgehen.

Kollateralen
Kleine Blutgefäße, die parallel zum Hauptgefäß dasselbe Gebiet versorgen. Bei einer Unterbrechung des Hauptgefäßes entsteht ein Kollateralkreislauf (Umgehungskreislauf) und die Blutversorgung bleibt aufrecht erhalten.

Kombinationseingriffe
mehrere Herzoperationen werden gleichzeitig durchgeführt: z.B. Bypass-Operation und Ersatz von Herzklappe(n).

Kommissur
Die Linien, an denen sich die Taschen oder Segel der Herzklappen, bei Klappenschluss aneinanderlegen oder im geöffneten Zustand am Klappenring aneinandertreffen.

Kommissurotomie
Operative Trennung der Herzklappen-Kommissuren bei angeborener oder erworbener Verwachsung.

Kompletter AV-Kanal (CAVSD)
Gemeinsames Loch im Bereich der Scheidewände von Vorhöfen und Herzkammern. Unterschiedliche Fehlbildung der Klappen zwischen Vorhöfen und Herzkammern.

kongenital
Angeboren.

konotrunkal
(auch conotruncal). Die Region der Ausflussbahn der Herzkammern betreffend.

konotrunkale Defekte
Herzfehler im Bereich des rechten oder linken Ausflusstraktes sowie der großen Arterien.

Kontraktion
Wörtlich: "Zusammenziehen"; dient als Begriff zur Beschreibung der Muskeltätigkeit. "der Herzmuskel kontrahiert" (er zieht sich zusammen).

Kontraktilität
Fähigkeit (i.e. des Herzmuskels), sich zusammenzuziehen.

Kontrastmittel (KM)
Substanz mit der innere Hohlräume des Körpers auf dem Röntgenfilm sichtbar gemacht werden.

koronar
die Herzkranzgefäße betreffend, die den Herzmuskel mit Blut versorgen.

Koronarangiographie
Darstellung der Herzkranzgefäße mit Hilfe eines Röntgengeräts, um den genauen Ort und die Ausprägung krankhafter Engstellen an diesen Blutgefäßen festzustellen.

Koronarangioplastie (PTCA)
dabei werden verengte oder verschlossene Herzkranzgefäße aufgeweitet oder mit speziellen Ballonkatheter wieder eröffnet.

Koronararterien
(Herzkranzarterien, Herzkranzgefäße) Schlagadern, die den Herzmuskel selbst mit Sauerstoff angereichertem Blut versorgen.

Koronare Herzkrankheit (KHK)
Herzkrankheit durch Verengungen der Herzkranzgefäße. Ursache: fortschreitende Kalkablagerungen auf der Gefäßinnenhaut der Koronararterien führen zur Einengungen der Herzkranzgefäße und somit zu Minderversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff. Die Beschwerden treten in Form von Brustschmerzen zuerst bei Belastung auf (Angina pectoris).

Koronarkreislauf
Gemeint ist der eigene Blutversorgung, Blutkreislauf des Herzmuskels.

Koronarspasmus
Krampfhafte Verengung der Herzkranzgefäße.

Koronarstenose
Verengung eines Herzkranzgefäßes.

Koronarsyndrom, akutes (ACS)
Ein akutes Koronarsyndrom ist ein Sammelbegriff für plötzlich auftretende und anhaltende Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe und wird als vorläufige Diagnose verwendet bis zwischen akutem Herzinfarkt und instabilem Angina pectoris unterschieden werden kann. Infarkttypischen Brustschmerzen, die länger als 20 Minuten anhalten, können einen Herzinfarkt und somit einen lebensbedrohlichen Zustand bedeuten.

Koronarthrombose
Gerinnsel im Herzkranzgefäss.

Kreislauftrennung
Korrekturoperation in mehreren Schritten bei komplexen angeborenen Herzfehlern, z.B. bei Fontan-Operation. Der Lungenkreislauf (Pulmonal) wird permanent vom Körperkreislauf (System) getrennt.

Kunstherz
In den letzten Jahren hat eine enorme technische Entwicklung eingesetzt. Bei fortgeschrittener Herzmuskelschwäche können heutzutage Minipumpen eingesetzt werden, die das Herz dauerhaft entlasten. Meist handelt es sich um kleine Kapseln mit einem Propellerantrieb, die über eine Kanülierung dem Herzen Blut entnehmen und dieses dann in die Hauptschlagader pumpen.

Gemeinsam mit den Kollegen der Herzchirurgie bietet das Deutsche Herzzentrum diese Therapieform an. Mit einem in den Körper implantiertem Kunstherz kann die Herztätigkeit zeitweise überbrückt werden bis sich das eigene Herz erholt hat oder bis ein geeigneter Spenderherz für eine Herztransplantation zu Verfügung steht. Wird bei Patienten mit unheilbarer Herzschwäche eingesetzt.

Kumarin
Blutgerinnungshemmender Wirkstoff. Hauptwirkstoff von Arzneimittel wie Marcumar®/Falithrom®.

Kurzschlussverbindungen
Sammelbegriff für angeborene offene Verbindungen (Shunts) zwischen den Herzkammern, Vorhöfen und/oder zwischen den Gefässen der Lungenarterien und der Hauptschlagader (Aorta). Normaler Weise ist der Lungenkreislauf vom Körperkreislauf getrennt. Wenn während der Embryonalentwicklung des Herzens Löcher in der Kammer- oder Vorhofscheidewand (Ventrikel- oder Vorhofseptumdefekt) zurückbleiben, besteht eine Kurzschlussverbindung, sauersoffarmes (rechts) und -reiches (links) Blut kann sich vermischen.

Die normalerweise offene Verbindung zw. der Lungenschlagader und Körperschlagader schliesst sich nach der Geburt. Bleibt diese offen, so fliesst Blut aus der Hauptschlagader (links) zurück in den Lungenschlagader (rechts) und man spricht von einem offenen Ductus Botalli mit Links-Rechts-Shunt. Je nach Fliessrichtung des Blutes und Druckverhältnis entwickelt sich demnach ein Links-Rechts oder Rechts-Links-Shunt.