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Abstoßungsreaktion                        Apnoe
Ablation Apoplex
ACE-Hemmer / AT1-Blocker Asystolie
Adams-Stokes-Anfall Arrhythmie
AICD Therapie Arrhythmia absoluta
Aggregationshemmer (z.B. ASS) Arrhythmie, respiratorische
Akzessorische Leitungsbahn Arrhythmie, supraventrikuläre
Akzidentelles Herzgeräusch Arrhythmie, ventrikuläre
Anschluss-Heil-Behandlung (AHB)   Arteria Femoralis
Allograft Arteria pulmonalis
ambulant Arterie
Aneurysma Arteriektomie
Anästhesie Arterielle Hypertonie
Anastomose Arterielle Switch-Operation
Angio- Arteriographie
Angiokardiographie ASD (Atriumseptumdefekt)
Angiographie ASS (Acetylsalicylsäure) = Aspirin
Angiologie Arteriosklerose
Angioplastie Arteriotomie
Angina Pectoris Atherosklerose
Anomalie Atherogenes Lipidprofil
Anschluss-Rehabilitation AV-Kanal Defekt
Antiarrhythmika AV-Knoten (Atrioventrikularknoten)
Antikoagulation atrial
Aorta Atrioseptektomie
Aortenbogen Atrioseptostomie
Aorteninsuffizienz Atriotomie
Aortenisthmus Atrium
Aortenisthmusstenose (ISTA) Auskultation
Aortenstenose autonomes Nervensystem
Aortenklappe Autograft
Aortenklappenatresie AV-Block
Aortenklappeninsuffizienz AV-Klappen
Aortenklappenstenose AV-Septumdefekt (AVSD)
Aorto-pulmonaler Shunt Automatie
Aortopulmonales Fenster Azyanotischer Herzfehler


Abstoßungsreaktion
Der Empfänger bildet nach der Verpflanzung eines fremden Organs Abwehrstoffe gegen das fremde Gewebe. Diese Stoffe schädigen das verpflanzte Organ. Aus diesem Grund müssen die Empfänger fremder Organe lebenslänglich Medikamente einnehmen, die die Abstoßungsreaktion unterdrücken.

Ablation
Zerstörung von angeborenen, zusätzlichen Reizleitungsbahnen die Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Diese werden mit Hilfe von Wärmeentwicklung durch Herzkatheter durchgeführt.

ACE-Hemmer 7 AT1-Blocker
Medikamente, die ursprünglich zur Behandlung des Bluthochdrucks entwickelt worden sind. Sie entlasten das Herz und wirken sich günstig auf den Herzmuskel aus. Sie zählen heute zur Standardbehandlung bei Herzmuskelschwächeund Hypertonie. Die Dosierung muss einschleichend erfolgen, damit der Körper sich an die Medikamente gewöhnen kann. Viele Studien haben gezeigt, dass diese Medikamente das Überleben verlängern und die Beschwerden bei Herzmuskelschwäche lindern können.

ACE = Angiotensin-Converting-Enzyme. Dabei handelt es sich um blutdrucksenkende Medikamente, die neben der Blutdrucksenkung auch für eine Entlastung des Herzens verantwortlich sind. Sie werden aus diesem Grund auch bei der Behandlung von Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) verabreicht. Sie verbessern die Prognose bei der Nachbehandlung großer Infarkte, insbesondere bei der Behandlung des sog. Herzvorderwandinfarktes, indem sie die Anpassung des erkrankten Herzens an die neue Situation fördern. Ein trockener Husten ist die häufigste Nebenwirkung. In diesem Fall oder bei anderen ernsthaften Nebenwirkungen können Alternativpräparate (sog. ATII-Antagonisten) eingesetzt werden.

Adams-Stokes-Anfall
Durch Sauerstoffmangel des Gehirns bei schweren Herzrhythmusstörungen (starke Verlangsamung des Pulses) kommt es zur Bewusstlosigkeit, dieser Anfall wurde nach den beiden irischen Ärzten Robert Adams (1791-1875) und William Stokes (1804-1878) benannt.

AICD Therapie
(AICD=Automatischer implantierbarer Cardioverter Defibrillator) Dieser spezieller Herzschrittmacher wird bei bestimmten Formen lebensgefährlicher Herzrhythmusstörungen implantiert. Er ermöglicht im Bedarfsfall eine sofortige Behandlung der aufgetretenen Herzrhythmusstörung durch gezielten Impuls/Stromabgabe.

Aggregationshemmer (z.B. ASS)
sind eine Medikamentengruppe, die in der Sekundärprävention des Herzinfarktes eingesetzt werden. Wichtigstes Medikament ist Aspirin (Azetylsalicylsäure = ASS). Bei Aspirinunverträglichkeit können Alternativmedikamente verabreicht werden.

Akzessorische Leitungsbahn
zusätzliche elektrische Leitungsbahn im Reizleitungssystem des Herzens. Verläuft neben dem His-Bündel zwischen Vorhöfen und Herzkammern Auch Kent-Bündel genannt.

Akzidentelles Herzgeräusch
Blutströmungsgeräusch im Herzen. Hat keine krankhafte Bedeutung.

Anschluss-Heil-Behandlung (AHB)
Anschluss-Heil-Behandlung zu Lasten der BfA in indikationsspezifischen AHB-Kliniken. Die AHB ist eine Krankenhausbehandlung und unterscheidet sich von der stationären Rehabilitation (Kur). Nach entsprechender akuter Erkrankung haben Bundesbürger ein gesetzlich verbrieftes Recht auf eine AHB.

Allograft
griech. Allo = anders beschaffen, engl. graft = Transplantat. Z.B. eine von einem anderen Menschen stammende klappentragende Gefäßprothese (Conduit).

ambulant
(lat. ambulare=gehen) Aufenthalt in einer Klinik ohne stationäre Aufnahme.

Aneurysma
Krankhafte Erweiterung eines Blutgefäßes oder einer Herzkammer.

Anästhesie

Narkose. Zustand der durch Medikamente eingeleitet wird. Während der Operation werden so das Bewusstsein und Schmerzempfindung der Patienten ausgeschaltet.

Anastomose
Angeborene oder durch Operation geschaffene Verbindung zwischen zwei Gefäßen.

Angio-
Gefäß- (Vene oder Arterie betreffend).

Angiokardiographie
die Sondierung der Herzhöhlen und der Herzkranzgefäße (Koronarien) mithilfe spezieller dünner Katheter zur Druckmessung und / oder zur Darstellung mit Röntgenkontrastmittel. Als Zugangswege möglich sind z.B. die Leisten- oder Ellenbeugengefäße.

Angiographie
Darstellung von Blutgefäßen mittels Kontrastmittel und Röntgenuntersuchung.

Angiologie
Lehre von den Gefäßkrankheiten.

Angioplastie
Verfahren zur Beseitigung einer Gefäßverengung. Wird mit Spezialkatheter durchgeführt (Ballondilatation).

Angina Pectoris 
Heftige Schmerzen in der linken Brusthälfte (sog. Stenocardien). Die Schmerzen strahlen in den linken Arm, den Hals oder in den Oberbauch aus. Ausgelöst werden die Anfälle meist durch Anstrengung, sie können aber auch in Ruhezuständen auftreten. Als Ursache gilt fast immer eine krankhafte Verengung der Herzkranzgefäße.

Anomalie
Entwicklungsstörung, Abweichung vom Normalen, Unregelmäßigkeit.

Anschluss-Rehabilitation
Anschluss-Rehabilitation zu Lasten der Krankenkasse, Indikation und rechtliche Grundlagen entsprechen der Anschlussheilbehandlung der BfA. Siehe auch: AHB.

Antiarrhythmika
Medikamente zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Davon gibt es mehrere unterschiedliche  Kategorien.

Antikoagulation
Hemmung der Blutgerinnung mittels Medikamente (z.B. Marcumar, Heparin).  Umgangssprachlich fälschlicher Weise auch als "Blutverdünnung" bezeichnet.

Aorta
Die große Hauptschlagader oder Körperschlagader. Führt von der linken Herzkammer, über einen Bogen in der Brusthöhle bis in die Bauchhöle. Dort teilt sie sich in zwei kräftige Beckenarterien auf.

Aortenbogen
Oberster, bogenförmiger Teil der Aorta. Hier zweigen die Gefäße in Richtung Kopf und Armen ab.

Aorteninsuffizienz
Bezeichnet die Undichtigkeit der Aortenklappe. Kann angeboren (sehr selten) oder als erworbener Herzklappenfehler vorkommen. Dabei ist die Aortenklappe undicht, das Blut fliesst in der Erschlaffungsphase des Herzens aus der Hauptschlagader zurück in die linke Herzkammer.Die häufigste Ursache ist das Schrumpfen der "Taschen" aus denen die Klappe aufgebaut ist. Gründe hierfür können Entzündungen und Verkalkungen sein. Die defekte Klappe kann durch eine künstliche hergestellte Herzklappe ersetzt werden.

Aortenisthmus
Der 3. Abschnitt des Aortenbogens, bildet den Übergang vom Aortenbogen zur absteigenden Aorta (Blutschlagader). Auch Aortenenge gennant.

Aortenisthmusstenose (ISTA) 
Angeborener Herzfehler. Dabei ist die Hauptschlagader nach dem Abgang der linken Schlüsselbeinarterie hochgradig eingeengt, was dazu führt, dass der Blutdruck in der oberen Körperhälfte höher ist als in der unteren Hälfte. Das Blut erreicht dann die untere Körperhälfte über viele Umgehungen.

Aortenstenose
Erworbener Herzklappenfehler. Die Aortenklappe verengt sich durch Entzündungen und/oder Verkalkungen so sehr, dass das Blut beim verlassen der (linken) Herzkammer nur durch die Überwindung eines hohen Widerstands in die Körperschlagader gelangt. Diese Verengung fürht zu einer Mehrbelastung der linken Herzkammer.

Aortenklappe
Herzklappe zwischen linker Herzkammer und Hauptschlagader. Sie verhindert in der Erschlaffungsphase das Zurückfließen des Blutes in die linke Herzkammer.

Aortenklappenatresie
Herzfehler mit nichtangelegter Aortenklappe. Dem Blut ist der Weg aus der linken Herzkammer zur Körperschlagader durch eine Membran versperrt. 

Aortenklappeninsuffizienz
Undichtigkeit bzw. mangelhaftes Schließen der Aortenklappe. Die Folge: ein Teil des Blutes fließt sofort nach einem Herzschlag von der Aorta in die linke Herzkammer zurück. Siehe auch bei" Aorteninsuffizienz".

Aortenklappenstenose
Erworbener Herzklappenfehler. Die Aortenklappe verengt sich durch Entzündungen und/oder Verkalkungen so sehr, dass das Blut beim verlassen der (linken) Herzkammer nur durch die Überwindung eines hohen Widerstands in die Körperschlagader gelangt. Diese Verengung fürht zu einer Mehrbelastung der linken Herzkammer.

Aorto-pulmonaler Shunt
Chirurgisch geschaffene Verbindung zwischen der Körperschlagader und der Lungenschlagader. Diese wird angelegt um die Lungendurchblutung zu verbessern.

Aortopulmonales Fenster
Ist ein seltener, angeborener Herzfehler, bei dem eine direkte Verbindung zwischen Körper- und Lungenschlagader, dicht oberhalb der Herzklappenklappen, besteht.

Apnoe
Atemstillstand.

Apoplex
Gehirnschlag, Schlaganfall, Hirninfarkt.

Asystolie
Herzstillstand, Aussetzen der Kontraktion des Herzmuskels.

Arrhythmie
(lat.: nicht-regelmäßige Folge) Gilt als Sammelbegriff für Störungen der regelmäßigen, rhythmischen Herzschlagfolgen. Dazu gehören alle Pulsschlagfolgen die nicht gleichmäßig sind: unterschiedlich schnelle Phasen von Pulsschlägen, Pausen, Aussetzer oder Zusatzschläge.

Arrhythmia absoluta
Völlig unregelmäßige Herzschlagfolge.

Arrhythmie, respiratorische
Atmungsbedingte Rhythmusstörungen der Herzschlagfolge. Diese sind in der Regel nicht krankhaftbedingt und müssen nicht behandelt werden.

Arrhythmie, supraventrikuläre 
Herzrhythmusstörung. Diese entspringt der eigentlichen Muskulatur der Herzvorhöfe oder dem Reizleitungssystem der Herzvorhöfe. Supravenrikulär = oberhalb der Herzkammern (Ventrikel).

Arrhythmie, ventrikuläre
Herzrhythmusstörung. Diese geht, vom Reizleitungssystem der Herzkammern oder von der Muskulatur der Herzkammern aus.

Arteria Femoralis
Oberschenkelschlagader (= Arteria femoralis). Wird häufig als Zugang für den Linksherzkatheter genutzt.

Arteria pulmonalis
Lungenschlagader (Pulmonalarterie).

Arterie
Schlagader. Eine vom Herzen wegführendes Blutgefäß, das das mit Sauerstoff angereicherte Blut zu den Organen transportiert. Arterien pulsieren und können z.B. am Handgelenk getastet werden (Puls). Die Aorta ist die Hauptschlagader des Körpers.

Arteriektomie
Ist ein Verfahren zur Wiedereröffnung oder Aufweitung  von verengten / verschlossenen Herzkranzgefäßen mittels einem Kathyetersystem. Die Arteriektomie kann als Alternative oder Ergänzung der PTCA eingesetzt werden. Dabei werden durch eine winzige rotierende Klinge innerhalb der Arterie Ablagerungen abgetragen und entfernt.

Arterielle Hypertonie 
Erhöhter Blutdruck .Siehe Bluthochdruck.

Arterielle Switch-Operation
Komplexe chirurgische Korrekturoperation bei Transposition der großen Arterien (TGA). Die falsch angeschlossenen Haupt- und Lungenschlagader werden vom Herzen getrennt und an der richtigen Stelle wieder angenäht. Bei dieser Prozedur müssen auch die Herzkranzgefäße umgepflanzt werden.

Arteriographie
Darstellung von Arterien mit Hilfe von Kontrastmittel und Röntgenaufnahmen. Siehe auch: Angiographie.

ASD (Atriumseptumdefekt)
Angeborener Herzfehler, auch: Atriumseptumdefekt,  Vorhofseptumdefekt, Vorhofscheidewanddefekt. Eine Kurzschlussverbindung der beiden Herzvorhöfe - Loch in der Vorhofscheidewand.

ASS (Acetylsalicylsäure) = Aspirin
Wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Hemmt die Funktion der Blutplättchen (Aggregation), die einen wichtigen Part bei Gerinnungsvorgängen spielen. Aspirin wird auch als Vorbeugemittel eingesetzt, um der Bildung von Gerinnseln in den Herzkranzarterien entgegen zu wirken. Die regelmäßige Einnahme soll gegen die Ausbildung eines erneuten Herzinfarkts vorbeugen.

Arteriosklerose
Arterienverkalkung, auch Atheromatose. Gefäßerkrankung bei der Einlagerung von Fett und die anschließende Verkalkung der Gefäßwände zur inneren Verengung der Gefäße führt. Die Folgen reichen von Durchblutungsstörungen bis zum Herzinfarkt.

Arteriotomie
Operative Eröffnung einer Arterie. Zum Beispiel für die Einführung eines Herzkatheters.

Atherosklerose
Krankhafte Veränderung der Arterienwand. Die Wand hat ihre elastischen Eigenschaften durch Verdickungen oder Verhärtungen an verschiedenen Stellen, verloren. Diese können die Folgen von Ablagerungen von fettartigen Stoffen (Cholesterin, Kalk) sein.  Hiervon sind Arterien (Schlagadern) in besonderem Maß betroffen (=Arteriosklerose). Die Herzkranzgefäße, Gehirnarterien oder die Schlagadern der Beine sind am häufigsten betroffen.

Atherogenes Lipidprofil 
Das Risiko für Gefäßerkrankungen kann auch bei normalem oder leicht erhöhtem Cholesterin deutlich erhöht sein. Erhöhte Triglyceridspiegel und niedriges HDL-Cholesterin sind wichtige Kriterien des atherogenen Lipidprofils.

AV-Kanal Defekt
Auch Atrio-Ventrikulärer Septumdefekt (AVSD) genannt. Angeborener Herzfehler, bei dem ein Loch zwischen beiden Herzvorhöfen und zwischen beiden Herzkammern besteht. Weiterhin sind die Herzklappen zwischen den Vorhöfen und den Herzkammern verändert.

AV-Knoten (Atrioventrikularknoten)
Gehört zu den wichtigen Teilen des Reizleistungssystems des Herzens. Es ist eine Ansammlung von speziellen Herzzellen an der Grenze zwischen den Vorhöfen und den Kammern. Die Aufgabe des AV-Knotens ist es, die Überleitung des elektrischen Stromes von den Vorhöfen auf die Kammern zu verzögern. Nur so wird sicher gestellt, dass sich zuerst die Vorhöfe und dann die Herzkammern zusammenziehen und die Vorhöfe dadurch ihr Blut vollständig in die Kammern entleeren können.

atrial
das Atrium (= Vorhof) betreffend.

Atrioseptektomie
Vergrößerung eines Vorhofscheidewanddefektes durch den Chirurgen.

Atrioseptostomie
Rashkind-Mannöver: Schaffen eines künstlichen Loches bzw. Erweitern des Foramen ovale durch Einreißen der Vorhofscheidewand mit Hilfe eines Ballonherzkatheters um eine Verbindung zwischen Körper- und Lungenkreislauf zu schaffen oder eine bestehende zu erhalten.

Atriotomie
chirurgische Eröffnung eines Herzvorhofes.

Atrium
Bezeichnung für die Vorhöfe des Herzens. Es gibt einen linken und einen rechten Vorhof. Im rechten Vorhof sammelt sich das sauerstoffarme Blut, das aus dem Körper zum Herzen zurückfließt; im Linken sammelt sich das sauerstoffreiche Blut, dass aus der Lunge kommt.Von den Vorhöfen gelangt das Blut weiter in die jeweiligen Herzkammern.

Auskultation
Mit einem Stethoskop (Hörrohr) werden die Geräusche des Körpers abgehört. Dies sind Töne und Geräusche, die z.B. während der Herztätigkei, Darm oder Lungentätigkeit entstehen. Zu diesen Geräuschen zählen auch die, die bei der Strömung des Blutes durch die Gefäße entstehen.

autonomes Nervensystem
das vegetative Nervensystem, das nicht dem Willen unterworfen ist, mit dem der Körper die Tätigkeit der Organe, z. B. den Herzschlag, die Atmung, oder die Darmtätigkeit steuert.

Autograft
Körpereigenes Transplantat. Z.B. die Verwendung der eigenen Pulmonalklappe als Ersatz für eine Aortenklappe ( = Ross-Operation).

AV-Block  
atrioventrikulärer Block: Reiz-Leitungsstörung vom Vorhof zur Kammermuskulatur. Eine Form der Herzrhythmusstörung, die häufig auftritt und die im AV-Knoten entspringt. Dabei kommt es zu einer verringerten Überleitung der natürlichen Antriebsimpulse (Erregungen) des Sinusknotens in die Herzkammern. Der AV-Block zählt zu den Erregungsleitungsstörungen. Der AV-Block leitet die elektrischen Antriebsimpulse nur noch mangelhaft in die Herzkammern weiter. Die Überleitung wird teilweise oder sogar völlig blockiert. Liegt eine teilweise Blockierung vor, dann handelt es sich um einen AV-Block I. oder II. Grades. Bei einer völligen Blockade spricht man von einem AV-Block III. Grades oder  "totalem" AV-Block". Diese unterschiedlichen Störungen kann ein Arzt mit einem EKG genau feststellen. Eine teilweise Blockierung der Oberleitung führt zu einer verlangsamten Herzschlagfolge. In den meisten Fällen muss bereits eine derartige Störung medikamentös behandelt werden. Ist die Überleitung von den Vorhöfen zu den Kammern jedoch völlig unterbrochen, beginnen die Herzkammern in einem eigenen Rhythmus zu schlagen. Dieser "Kammerrhythmus" ist aber häufig derart langsam, dass eine ausreichende Blutversorgung nicht mehr gewährleistet ist. In diesem Fall muss dann ein künstlicher Herzschrittmacher beim Patienten eingesetzt werden.

AV-Klappen
Klappen funktionieren wie Ventile zwischen Vorhöfen und Herzkammern, die von speziellen Muskeln in den Herzkammern gehalten und bewegt werden. Diese Klappen sind anatomisch wie Segel aufgebaut = Segelklappen.

AV-Septumdefekt (AVSD)
Durchgehender Scheidewanddefekt, der von der Vorkammer- bis in den Kammerbereich reicht und dabei die AV-Klappen in Mitleidenschaft zieht (siehe auch AV-Kanal Defekt).

Automatie 
Das Herz zieht sich als wichtigstes Organ des Körpers ein Leben lang 60 - 80 mal in der Minute zusammen und dehnt sich wieder aus, um im Körper einen regelmäßigen Blutstrom zu erzeugen. Als Antrieb der Herztätigkeit gibt es die Automatie. Das Herz arbeitet im Gegensatz zu allen anderen Organen automatisch. Es wird nicht von außen, sondern von einem eigenen im Herzen sitzenden Schrittmacher (Sinusknoten) angetrieben.

Azyanotischer Herzfehler
Herzfehler, bei dem keine Zyanose (= Blausucht) auftritt.