Kontakt:

OÄ PD Dr. med. Gabriele Hessling
hessling@dhm.mhn.de

Dr. med. Michaela Horndasch
horndasch@dhm.mhn.de

Anmeldung Rhythmussprechstunde:
Täglich ausser Mittwoch
09:00 Uhr - 13:00 Uhr
Ambulanz für Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler
Tel.: +49 (0) 89 1218-3005


Weitere Informationen:

Elektrophysiologische Herzkatheteruntersuchung

Herzschrittmacher und Defibrillatoren
Zahlen und Daten

Arbeitsgruppe Elektrophysiologie

Elektrophysiologie/EPU

Elektrophysiologische Herzkatheteruntersuchung
3-D-Mapping
Zahlen und Daten

Unser Elektrophysiologie-Team diagnostiziert und therapiert sämtliche Herzrhythmusstörungen sowohl im Kindesalter als auch bei Kindern und Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern.

Dabei erfolgt im Deutschen Herzzentrum die Versorgung auf der Basis eines interdisziplinären Konzepts, so dass alle Patienten unter Berücksichtigung ihres Alters von erfahrenen Spezialisten (Neonatologen, pädiatrischen und internistischen Kardiologen) betreut werden. Zusätzlich sorgen hohe Fallzahlen und neueste Technologie für einen hohen Qualitätstandard. 

Für die Untersuchung und Beratung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen ist eine spezielle Rhythmussprechstunde
(PD Dr. Hessling, Dr. Horndasch) eingerichtet worden, für die Termine über die kinderkardiologische Ambulanz (Tel.: +49 (0) 89 1218-3005) vereinbart werden können. Bei Notfällen abends oder am Wochenende kann unsere Intensivstation über 089-1218-3305 erreicht werden.

Die Patienten, die zu einer elektrophysiologischen Untersuchung kommen, werden während des Aufenthalts in der Klinik auf den Stationen 3.1 (Kinder) und 3.2 (Jugendliche und Erwachsene) oder falls erforderlich auf der Intensivstation 3.3 betreut. Für die Unterbringung der Eltern stehen Eltern-Kind-Zimmer auf unseren Stationen oder die Unterkünfte im Ronald McDonald Haus auf dem Gelände des DHM zur Verfügung.

Zur Diagnostik und Therapie der Herzrhythmusstörungen stehen folgende Untersuchungsverfahren zur Verfügung:


Elektrophysisologische Herzkatheteruntersuchungen und Katheterablationsverfahren: (EPU)

Die Untersuchung findet in einem der drei speziell für die EPU eingerichteten Herzkatheter - Labore der Klinik für Kardiologie statt.
Allgemeines zur EPU und Ablation finden Sie auf den Seiten der elektrophysiologischen Arbeitsgruppe.
Hier noch einige Anmerkungen zu den Besonderheiten bei Kindern und Patienten mit angeborenen Herzfehlern:

Die Anmeldung erfolgt normalerweise nach Rücksprache mit einem Arzt aus der elektrophysiologischen Arbeitsgruppe. Falls gewünscht kann ein Vorgespräch in unserer kinderkardiologischen Rhythmusambulanz (Tel.: +49 (0) 89 1218-3005) erfolgen.
In Notfällen steht Ihnen unsere Intensivstation unter der Telefonnummer +49 (0) 89 1218-3305 oder -3306 zur Verfügung. Auch eine Verlegung ins Deutsche Herzzentrum München ist - nach vorheriger Absprache - jederzeit möglich.

Die Untersuchungsbedingungen werden den individuellen Bedürfnissen des Patienten angepasst. Auch im Kindesalter finden fast alle Untersuchungen über eine oder beide Leistenvenen/-arterien statt, nur sehr selten ist eine Punktion an Arm oder Hals notwendig. Je nach Alter, Art der Rhythmusstörung und Dauer der Untersuchung kann die Behandlung im Wachzustand mit lokaler Betäubung, unter der Gabe von Beruhigungsmitteln und/oder Schmerzmitteln oder in Vollnarkose unter Leitung von erfahrenen Kinder/Kardio - Anästhesisten stattfinden.
Intensive Betreuung durch das medizinische Assistenzpersonal ergänzt das Konzept, das Ängste oder Schmerzen für Kinder bei einem Klinikaufenthalt weitgehend vermeiden hilft. So können die Patienten z.B. auch während der Untersuchung nach Wunsch Musik hören.
 
Moderne Röntgenanlagen und innovative 3-D-Mapping -Verfahren (CARTO®, CARTO-Merge®, NavX®) sind die Voraussetzung für eine Untersuchung mit sehr geringer Strahlenbelastung und die Behandlung von Rhythmusstörungen auch bei kleinen Kindern und Patienten mit komplexen Herzfehlern.
Seit Ende September 2006 besteht auch die Möglichkeit einer sogenannten stereotaktischen Untersuchung. Hier wird der Mapping- und Ablationskatheter durch ein Magnetfeld ferngesteuert (Magnetnavigation Niobe®, Stereotaxis Inc., Abbildung 3).
Unsere ersten Erfahrungen zeigen, dass dadurch die Stabilität unter Ablation erhöht und die Durchleuchtungszeiten weiter verringert werden können.
Falls notwendig können auch zusätzliche Verfahren wie, IVUS (Ultraschall in Gefässen und Herzhöhlen) oder TEE (Ultraschall über die Speiseröhre) im Herzkatheterlabor eingesetzt werden.
Für kleine Kinder stehen auch spezielle, kleinere Elektrodenkatheter zur Verfügung (Abbildung 1).
Für den seltenen Fall einer Komplikation stehen im Deutschen Herzzentrum München neben dem Team der Intensivstation auch rund um die Uhr ein OP-Team der Klinik für Herz- und Gefässchirurgie bereit, so dass die maximale Sicherheit des Patienten gewährleistet ist.

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Beispiele und dreidimensionales Mapping

Während die konventionellen Verfahren mit Röntgenstrahlen arbeiten, werden bei den 3D Verfahren Magnetfelder (Carto®) oder elektrischen Impedanzen (NavX®) eingesetzt. So wird eine räumliche Darstellung der Herzhöhlen und die farbkodierte Darstellung der Herzrhythmusstörung ermöglicht. (Film.1) Auch Informationen von Untersuchungen im Computer - Tomographen können in der neuesten Version (CARTO-Merge®) eingebunden werden. Diese Verfahren sind besonders sinnvoll bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern sowie nach komplexen Operationen wie zum Beispiel nach Fontan-Operation (Abbildung 2) und nach Vorhofumlagerungs-operationen nach Mustard/Senning (Film 2).

Beispiele:



Abbildung 1:
Konventionelles Mapping und Ablation:
EKG Aufzeichnung (oben) und Röntgenaufnahme (unten) bei Ablation einer rechts lateralen Bahn (WPW) bei einem Kind. Der als MAP bezeichnete grosse Katheter ist der Ablationskatheter, die drei weiteren Katheter  sind an verschiedenen Stellen im Herzen platziert und leiten von dort elektrische Signale ab.


Vegrösserte Darstellung

Abbildung 2:
Darstellung eines Vorhofs mit CARTO-Merge® bei einem Patienten nach Fontan Operation und atrialer Reentry-Tachykardie, links nur das elektroanatomische Bild, rechts Bild mit unterlegter CT Anatomie.

 

Vergrösserte Darstellung

Abbildung 3:
Fernsteuerung des Mapping- und Ablationskatheters durch ein Magnetfeld (Magnetnavigation Niobe®, Stereotaxis Inc.).


Film 1 (.avi, 1.848 kb)
"Fokale Atriale Tachykardie" bei einem zweijährigen Kind. Bei der sogenannten fokalen atrialen Tachykardie "feuert" krankhaft verändertes Herzgewebe elektrische Impulse, die den normalen Rhythmus stören. Dargestellt sind der rechte Vorhof (die Vorkammer) des Herzens, die elektrische Erregung als rote, sich bewegende Wellenfront und die Punkte der Verödung als dunkelrote Markierungen.

Film 2 (.avi, 3.332 kb)
CARTO® Darstellung einer Form von Vorhofflattern bei einem Patienten nach Vorhofumlagerung bei Transpostion der grossen Gefässe (TGA). Auch hier markieren die dunkelroten Punkte die Ablationspunkte, die farbigen "Röhren" markieren die Lungenvenen.


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Zahlen und Daten

Ablationsstatistik für 2001-2006:

Art der Untersuchung/Jahr 2001 2002 2003 2004 2005 2006
 
Elektrophysiologische Untersuchungen gesamt 927 921 999 960 948 955
Untersuchungen bei Patienten < 18 Jahre 30 36 36 31 48 68
Untersuchungen bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern 61 56 76 66 66 62


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