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Sekretariat Anästhesie


Eigenblutspende-Flyer 
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Verantwortlicher für die Eigenblutspende:

Dr. med. Klaus Martin 
(Transfusionsverantwortlicher des Deutschen Herzzentrums München)
martin@dhm.mhn.de

Information über Verwandtenspenden bzw. gerichtete Spenden

Eigenblutspende

Operationen am offenen Herzen, die zum großen Teil mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine durchgeführt werden, sind große Operationen, die mit erheblichen Blutverlusten einhergehen können.

Um den Volumenverlust und die damit verbundenen Kreislaufschwankungen auszugleichen werden unter anderem auch Blutkonserven verwendet.
Der Fremdblutverbrauch ist abhängig von der Art der Operation, aber auch von Größe und Gewicht (je niedriger das Gewicht desto geringer ist das zirkulierende Blutvolumen).

Blutprodukte sind heute so sicher wie nie zuvor. Trotzdem ist die Übertragung von Viruserkrankungen durch Fremdblut zwar äußerst unwahrscheinlich aber nicht vollständig ausgeschlossen. Eine Schwächung der körpereigenen Abwehr durch "fremdes Blut" kann zu gehäuften postoperativen Infektionen führen.

Fragen, die sich vor einer Fremdblutübertragung stellen:

  • Mögliche Antikörperbildung durch Fremdbluttransfusion
  • Die Versorgung mit Blutkonserven seltener Blutgruppen gestaltet sich zum Teil sehr schwierig
  • Fremdblutbedingte Infektionserkrankungen
  • Beeinträchtigung der Immunabwehr durch Fremdblut
  • Durch Ferienzeiten bedingte Knappheit an Spenderblut


Aus diesen Gründen bietet das Deutsche Herzzentrum München seit 15 Jahren die Möglichkeit der präoperativen Eigenblutspende an.
Abhängig von der Art der geplanten Operation werden bis zu 3 Eigenblutspenden abgenommen. Zwischen den einzelnen Terminen sollte eine Erholungsphase von ca. 1 Woche liegen.


Überlegungen vor der Eigenblutspende:

  • Pro Abnahme ist mit einem zeitlichen Aufwand von ca. 2 Stunden zu rechnen
  • Die Eigenblutspende kann den Kreislauf kurzzeitig belasten
  • Selten werden Schwindel und Übelkeit bis zu 4 Stunden nach der Abnahme bemerkt
  • Durch die Blutspende sinkt der Gehalt an roten Blutkörperchen. Dies kann das Auftreten von Angina pectoris fördern.


Bevor Sie sich für die Eigenblutspende anmelden, sollte ein verbindlicher OP-Termin vorliegen!
Der Oberarzt der Eigenblutspende entscheidet anhand der vorliegenden Befunde (Labor, Herzkatheter, Begleiterkrankungen, Medikamente) ob eine Eigenblutspende möglich ist.

Für Termine und weitere Fragen und Informationen wenden Sie sich bitte an das Sekretariat.   
                            
Für Patienten, die aufgrund der Entfernung nicht mehrmals ins Herzzentrum zur Eigenblutspende kommen können, besteht die Möglichkeit, vor Ort, bei einem anerkannten Blutspendedienst Eigenblut zu spenden.
Einzelheiten müssen vorher mit dem Sekretariat der Anästhesie geklärt werden.