Zertifikat Prof. Dr. Lange
Zertifikat PD. Dr. Schreiber
EACTS Data Verification Certificate 2008
EACTS Data Verification Certificate 2007
EACTS Data Verification Certificate 2006
EACTS Data Verification Certificate 2005
EACTS Data Verification Certificate 2004
Empfehlungen der DGTHG zur Struktur chirurgischer Einheiten zur Behandlung angeborener Herzfehler
(.pdf, 161 kb)
Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG)

Chirurgie bei angeborenen Herzfehlern

Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie ist die Behandlung angeborener Herzfehler bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern. Darüber hinaus wächst die Zahl der Eingriffe bei Jugendlichen und Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern stetig. Die Klinik zählt zu den international führenden Institutionen auf diesem Gebiet. Komplexe angeborene Herzfehler werden am Deutschen Herzzentrum München in der Regel auch bei einem Operationsgewicht unter 2.000 Gramm korrigiert.

Als ein Zentrum der Kinderherzchirurgie behandelt die chirurgische Klinik im Verbund mit der kinderkardiologischen Klinik und der anästhesiologischen Abteilung des Deutschen Herzzentrums München das gesamte Spektrum angeborener Herzerkrankungen.

Kinder mit angeborenen Herzfehlern werden in unserer Klinik in geteilter Zuständigkeit und Verantwortung von der kinderkardiologischen und der chirurgischen Abteilung behandelt und betreut. Die präoperative Diagnostik findet in der Kinderkardiologie statt. Die Herzprobleme unserer kleineren und größeren Patienten werden einmal wöchentlich in der kinderkardiologisch-herzchirurgischen Konferenz vorgestellt. Hier wird das weitere Vorgehen bestimmt und die OP-Indikation gestellt. Die meisten Patienten werden postoperativ auf den kinderkardiologischen Stationen weiter betreut. Erwachsene Patienten mit angeborenen Herzfehlern werden postoperativ entweder in der chirurgischen Klinik oder in der kinderkardiologischen Klinik weiterversorgt.

Einteilung der angeborenen Herzfehler

  • angeborene Herz- und Lungen-Gefäßfehler ohne pathologische Kurzschlussverbindung zwischen dem sauerstoffreichen und dem sauerstoffarmen Blut (so genannter Shunt)
  • angeborener Herz- und Gefäßfehler mit so genanntem Links-Rechts-Shunt
  • Herz- und Gefäßfehler mit so genanntem Rechts-Links-Shunt und folglich sauerstoffminderversorgtem Blut (= Zyanose)

Häufigkeit

  • 0,8-1 % aller lebend geborenen Kinder
  • häufig: Septumdefekte und vaskuläre Fehlverbindungen mit Links-Rechts-Shunt
  • weniger häufig: Kurzschlussverbindungen mit Obstruktion und Rechts-Links-Shunt
  • selten: Klappen- oder Gefäßanomalien

Therapie

Ziel ist die Normalisierung der Blutströmung zu einem möglichst frühen Zeitpunkt durch anatomische oder funktionelle Korrektur.
Ist die primäre Korrektur nicht möglich, muss als Vorbereitung der definitiven Korrektur eine Palliativoperation durchgeführt werden.