Qualitätsmanagement

Seit Mitte der 90er Jahre gehört die Klinik für Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler zu den Teilnehmern des Projektes "Qualitätssicherung in der Pädiatrischen Kardiologie".

1997 wurden die Leitlinien des Umfassenden Qualitätsmanagements (TQM) eingeführt, und es erfolgte erstmals für eine Spezialklinik dieser Art eine internationale Selbstbewertung nach den Kriterien des EFQM - European Foundation of Quality Management (http://www.efqm.org).

2000 haben die Vertragspartner der Selbstverwaltung, darunter die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie, ein Bundeskuratorium Qualitätssicherung (http://www.bqs-online.de) gebildet, welches das Entscheidungsgremium für alle Qualitätssicherungsmaßnahmen wurde.

Von 2000 bis 2003 übermittelte unsere Klinik Daten für die Qualitätssicherung an die BQS: Alle herzchirurgischen Eingriffe sowie Katheterinterventionen der Klinik für Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler wurden erfasst.

Für Maßnahmen der internen Qualitätssicherung verwenden wir zusätzlich den Kode der Europäischen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (http://www.aepc.org/home.htm).

Seit Einführung des neuen Vergütungssystems durch Fallpauschalen, G-DRGs (http://www.g-drg.de), werden die Diagnosen und Prozeduren nach den jeweils aktuellen Versionen des ICD und des OPS entsprechend der Deutschen Kodierrichtlinien verschlüsselt.

Unsere Ärztinnen und Ärzte lassen sich mit dem Ziel einer kontinuierlichen Verbesserung der Kodierqualität regelmäßig fortbilden. Wir stehen auch in ständigem Kontakt mit dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information DIMDI (http://www.dimdi.de).

An qualitätsverbessernden Maßnahmen und QS-Projekten führen wir derzeit eine Prozessanalyse "Herzkatheter in der Kinderkardiologie des DHM" durch. Die Routineabläufe unserer stationären Patienten mit einer diagnostischen Herzkatheteruntersuchung und sich anschließender Intervention werden analysiert.

Ziel dieses Projektes ist es, den prozessoptimierten Arbeitsablauf in der Klinik medizinisch hoch qualifiziert, ökonomisch und patientenorientiert zu gestalten, gesteigerte Transparenz und erhöhte Sicherheit herzustellen sowie vermehrte Patientenfreundlichkeit zu erreichen und dadurch weitere Möglichkeiten für ständige Verbesserungen in der Versorgung unserer Patienten zu schaffen.
 

Zu den kontinuierlichen Qualitätsverbesserungsmaßnahmen in unserer Klinik gehören:

  • Regelmäßige Patientenbefragungen in der Ambulanz und auf den Stationen, einschließlich der Intensivstation, um uns über die Erwartungen und Wünsche der uns aufsuchenden Kranken und ihrer Angehörigen zu informieren und entsprechende Verbesserungen einleiten zu können.
     
  • Wir pflegen eine gute Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Hausärzten, Kinderärzten und Kinderkardiologen in der Region und mit unseren Partnerkliniken, welche sich überwiegend in Süddeutschland (Augsburg, Landsberg, Landshut, Starnberg, Neuburg/Donau, Garmisch-Partenkirchen, Ulm, Schwäbisch Gmünd, Karlsruhe, Friedrichshafen, Göppingen, Kempten, Memmingen, Agatharied, Rosenheim, Passau, Regensburg) und in der Nachbarschaft Österreich (Innsbruck, Salzburg, Wien) und Italien (Brixen) befinden.
     
  • Reger Gedankenaustausch und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Elternverbänden und Elterninitiativen von Betroffenen mit Kindern, welche an einer Herzerkrankung leiden, und von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern finden regelmäßig statt, einschließlich Fortbildungsveranstaltungen für Patienten und ihre Angehörigen sowie fachärztliche Kongresse.
    (Prof. Dr. Dr. H. Kaemmerer)

    www.allgaeu.org/kinderherzliga
    www.herzstiftung.de
    www.herzkind.de
    www.herzkrankekinder.de
    www.herzkinder.bnet.de
    www.pediheart.org
    www.guch.demon.co.uk
    www.jemah.de
    www.dso.de
     
  • Eine zertifizierte Beratung und Schulung der Eltern bei den Problemen und der Kontrolle von Therapien ihrer Kinder ist uns eine Selbstverständlichkeit: Eine Arbeitsgemeinschaft "Selbstkontrolle der Antikoagulation (ASA)" trainiert die unterrichtenden Ärzte der Klinik und die betroffenen Eltern bzw. Jugendlichen (Rücksprache mit dem leitenden Oberarzt Prof. Dr. med. Andreas Eicken.
     
  • Eine Mitarbeiterorientierung ist uns sehr wichtig, um eine erfolgreiche Diagnostik und Therapie für unsere kleinen und großen Patienten in einer positiv wahrgenommenen Umgebung des Arbeitsplatzes realisieren zu können.

    Daher werden die Ärztinnen und Ärzte unserer Klinik nach dem Rotationsprinzip in regelmäßigem Wechsel neuen Betätigungsfeldern, Verantwortlichkeiten und Ausbildungsschwerpunkten zugeführt. Klinikintern und überregional steht ein aktuelles Fortbildungs-Wochenprogramm allen Interessierten zur Verfügung.
     
  • Exzellente medizinisch-wissenschaftliche Ergebnisse sind unser Ziel zum Wohle einer erfolgreichen Versorgung unserer Patienten. Dies kommt durch eine gezielte Forschunginnerhalb eines breit gefächerten Spektrums von Themen wissenschaftlicher Arbeiten unserer ärzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und durch unsere enge Anbindung an die Technische Universität München, als "Klinik an der TUM", vielfältig zum Ausdruck und findet internationale Resonanz.
     
  • Unsere Fortbildungsveranstaltungen sind nach den Qualitätskriterien der BLÄK (www.blaek.de) zum Erlangen des "Fortbildungszertifikats" der Bayerischen Landesdärztekammer ausgerichtet.